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TAGUNG IN NEUTRAUCHBURG Mediziner arbeiten grenzüberschreitend

Neutrauchburg - Auf Einladung des Ministeriums für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg hat die Kommission Gesundheit und Soziales der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) im Schloss Neutrauchburg getagt. Gegenstand der Beratungen war das weitere Zusammenwachsen der Gesundheitsregion Bodenseeraum.
Ein Schwerpunkt der ersten Kommissionssitzung im neuen Jahr war laut einer Mitteilung der Waldburg-Zeil Kliniken das Modellprojekt zur grenzüberschreitenden Versorgung von Schlaganfallpatienten, das die Waldburg-Zeil Kliniken seit mehr als zwei Jahren gemeinsam mit den österreichischen Partnern möglich gemacht haben.
Vorarlbergische Schlaganfallpatienten werden nach der Behandlung im österreichischen Krankenhaus Rankweil zur Frührehabilitation nach Wangen geschickt.
Wohnortnah und qualifiziert
Die ambulante Rehabilitation erfolgt dann in enger Absprache mit den Ärzten der Fachkliniken Wangen wiederum in Vorarlberg. Damit haben sich die Wege für die österreichischen Patienten deutlich verkürzt. „Wohnortnahe, qualifizierte Behandlung und Rehabilitation tragen maßgeblich zum Genesungsprozess der Patienten bei“, so die Erfahrung der drei beteiligten Gesundheitsdienstleister.
Die Mitglieder der Kommission der IBK haben deshalb zunächst die Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen besichtigt. Krankenhausdirektor Hans-Jürgen Wolf und der Chefarzt der Neurologie, Dr. Raimund Weber, erläuterten den Gästen Anliegen und Inhalte ihrer Arbeit im Dreiländereck Schweiz-Österreich-Deutschland.
„Wir sehen hier sehr positive Entwicklungen hin zu einem grenzüberschreitenden Gesundheitsraum, der vor allem für die Patientinnen und Patienten von Vorteil ist“, betonte der Vorsitzende der Kommission, Roman Wüst, Generalsekretär im Gesundheitsdepartement des Schweizer Kantons St. Gallen, und wies darauf hin, dass gerade solche Projekte im Bodenseeraum auch das grenzüberschreitende Miteinander der Gesundheitsdienstleister weiter vertiefen.
E-Health und Telemedizin
Bei der anschließenden Tagung der Kommission auf Schloss Neutrauchburg standen folgende weitere Themen zur Diskussion: die Vorbereitung einer Fachtagung zur Abstimmung über Angebots- und Versorgungsplanung im Bereich der stationären Versorgung, die grenzüberschreitende Nutzung der Möglichkeiten von E-Health und Telemedizin sowie die Vorbereitung einer gemeinsamen Veranstaltung anlässlich des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010.
Ein weiteres wichtiges Thema im Bodenseeraum ist seit einiger Zeit die Harmonisierung der Ausbildung in Pflegeberufen. Wie das Ziel einer besseren Harmonisierung erreicht werden kann, stellte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Liebenau, Dr. Berthold Broll, vor.
Artikel aus: Schwäbische Zeitung, Allgäu-Oberschwaben, vom 22.1.2010. |
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